Umarmung

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Als Kind hat man oft viele Teddys oder Plüschtiere zum Umarmen und Kuscheln. Dies gibt dem Kind einen Halt, eine Sicherheit. Jemand ist da, auch wenn dieser «Jemand» vom Kind selbst in den Teddy reinprojiziert wird.

Im Erwachsenenalter suchen wir oft auch diese Art von Halt in einer Umarmung. Eine Stütze. Zuneigung. Ein Angenommen werden. Ein «Hey, ich bin da für dich. Du darfst dich fallen lassen.» Da Erwachsene nicht mehr mit Teddys spielen (zumindest sagt man das ja nicht in der Öffentlichkeit, haha), ist der Kontakt in einer Umarmung zu anderen Menschen wichtig. Dies erfordert jedoch auch ein Öffnen von sich selbst und auch ein Geben und Empfangen. Leider verschliessen wir uns oft gegenüber anderen Menschen, sind misstrauisch, haben Wände und Schilde hochgefahren oder möchten nicht gleich mit Vollgas in eine wahre, tiefe Vereinigung gehen. Und doch brauchen wir sie irgendwie, diese tiefe Umarmung.


Die tiefe Umarmung erfährt man oft noch von den eigenen Kindern, oder zu denen man eine tiefe Verbindung aufgebaut hat. Ich nehme solche Umarmungen als echt, nährend und auch heilend wahr. Kinder haben viele überflüssige Bewertungen nicht, die bei Erwachsenen vorhanden sind.

Wie sieht es denn nun mit Umarmungen zwischen Erwachsenen aus? Die schönsten Umarmungen erlebe ich mit Menschen, mit denen ich eine tiefe Verbundenheit verspüre. Das kann jemand sein, mit dem man zum Beispiel eine Beziehung führt oder geführt hat. Das können Familienmitglieder sein oder Menschen aus dem näheren Freundeskreis. Da gehen die Umarmungen über das körperliche hinaus und man umarmt die Seele des anderen mit. Im Grunde braucht es aber auch nicht diese Vertrautheit und man muss einen Menschen auch nicht erst mal richtig gut kennen, um eine wirkliche Umarmung zu schenken oder zu empfangen. Es geht darum, wie gut man sich öffnen kann. Wenn zwei Menschen sich öffnen und einander in die Arme nehmen, weil sie sich selbst im anderen erkennen, dann ist das Magie.

Hier noch etwas aus der Sicht der Forschung:
Die durchschnittliche Länge einer Umarmung zwischen zwei Menschen ist 3 Sekunden. Doch die Forscher haben etwas Tolles entdeckt. Wenn eine Umarmung 20 Sekunden und mehr dauert, hat es eine therapeutische Wirkung auf Körper und Geist. Der Grund ist, dass eine aufrichtige längere Umarmung den Körper das Hormon namens “Oxytocin” produzieren lässt, das auch als Liebeshormon bekannt ist. Dieses wird übrigens auch während der Geburt ausgeschüttet für die Mutter-Kind-Bindung. Oxytocin hat viele Vorteile für unsere körperliche und geistige Gesundheit und hilft uns unter anderem, sich zu entspannen, sich sicher zu fühlen und unsere Ängste zu mildern.

Wann hast du das letzte Mal einen Menschen so richtig umarmt? Wann hast du dich das letzte Mal so richtig geöffnet? Wann hast du dich selbst mal in die Arme genommen?

Alles Liebe
Thomas
Peaceful Mind

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